Vorgeschichte

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Am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts entstanden in Armenien sowie auch in anderen europäischen Ländern Tendenzen zur Gestaltung neuer pädagogischer Ideen. Die Initiatoren dieser Suche waren bekannte, aktive Kulturschaffende und im Gesellschaftsleben verankerte Personen, darunter solche wie der Komponist Vardapet Komitas, Dichter HovhannesTumanyan oder der Schreiber, Philosoph und Politiker Levon Shant. Durch diese Personen verbreiteten sich auch in Armenien Impulse zu neuem Pädagogischen Denken und zu neuen Pädagogischen Haltungen, was sich im Ausbildungsgesetz der ersten Republik Armeniens widerspiegelte.

Auszug aus dem Gesetz «Über die Leitung von Schulen»

beglaubigt am 11.09.1918

  1. Die Schule der Republik Armenien ist kein Monopol des Staates. Jede öffentliche Institution, Gemeinschaft sowie einzelne Personen haben das Recht, eine Schule frei und mit eigenen Mitteln zu gründen und unabhängig zu leiten.
  2. Die finanziellen Zuschüsse Seitens des Staates sollen nicht als Zeichen betrachtet werden, dass die Schule staatlich ist oder verstaatlicht werden muss.
  3. Die Verstaatlichung der Schule ist abzulehnen und das öffentliche, freie Schulsystem wird vorgezogen.
  4. Schulen, welche aus der Staatskasse Zuschüsse erhalten, befinden sich unter der Aufsicht… a) …der Minister der öffentlichen Bildung und seinen Schulberatern b) …lokaler Bezirksverwaltungen und Selbstverwaltungsinstitutionen c) …der Bezirksinspektoren d) …der Schulräte, Inspektoren, Oberlehrern und Mentoren
  5. Der Minister lädt im Ministerium zu einem Schulrat ein, welcher aus von ihm ausgewählten Personen besteht. Diese Personen haben eine beratende Stimme.
Februar 2018
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