Feste und Aktivitäten

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Das Leben der Schule besteht nicht nur aus dem gängigen Unterricht. Damit sie für Eltern, Kinder und Lehrpersonen mehr an Attraktivität gewinnt und inhaltsvoller wird, bereichert man den Unterricht durch diverse ausserschulische Aktivitäten.  Darunter befinden sich Feiern und Feste, die von der gesamten Schule gemeinsam zelebriert werden, wie der hiesige Schulstart am 1. September.

Der 1. September ist ein Fest speziell für die Kleinsten und insbesondere für die neuen Schülerinnen und Schüler. Für diese Kinder ist der Schulanfang ein Meilenstein im Leben, eine neue wichtige Etappe beginnt. Die Kinder werden  nicht nur von den Lehrpersonen, sondern auch von den älteren Mitschülerinnen und Mitschülern der obersten Klassen durch diese festliche Atmosphäre geführt.

Die Hauptfeste im Winter sind das Neujahr und das darauf folgende Weihnachtsfest (5./6. Januar). Da diese beiden Feste in die Schulferien fallen, trifft sich die gesamte Schule zu Beginn der Ferien zu einem traditionellen, stimmungsvollen Fest.

Das Fest wird glanzvoll gefeiert und findet in einem großen Saal  statt. Da die Schule über keine Aula oder einen großen Saal verfügt, wird dazu ein Raum des Theaterinstituts oder von dem Puppentheater gemietet. Zum Fest kommen alle, Kinder, Eltern, Verwandte, Freunde, die Lehrpersonen und eingeladene Gäste. Sehr oft ist der Saal überfüllt und viele Leute müssen stehen.

Die Aufführung besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil bieten alle Klassen  dar, was sie in der Schule gelernt haben, sie singen, musizieren, tanzen, jonglieren und so weiter. Sie führen weiter auch speziell für das Fest vorbereitete Stücke auf.

Dann erwartet man mit großer Spannung den zweiten Teil, das Theaterstück, welches von Lehrpersonen, Eltern, Absolventen und  der Schüler der oberen Klassen präsentiert wird. Die Themen sind immer märchenhaft, weihnachtlich, winterlich, zauberhaft und fröhlich. In den Jahren wurden folgende Stücke gezeigt: „Die Schneekönigin“ von Andersen; „Der Schmied von Groβholzingen“ von J.R.R. Tolkien; „Avetis“, armenisches Weihnachtsmärchen; „die Aulfskönigin Ulfildur“; „Heilige Nacht“ von Selma Lagerlöf; „Die weiße Dame vom Eisberg“, tschechisches Märchen und „Frau Holle“ von den Gebrüder Grimm usw.

Trndes ist ein altes heidnisches Fest (Fest der Reinigung durch das Feuer vor dem Frühlingsanfang) und wird am 13. Februar gefeiert. Das Fest wurde mit dem Feuerkult verbunden und dem Gott Mher (Mithra) gewidmet. Der Sinn des Festes bestand daneben auch darin, dass die Wärme der Sonne verstärkt wurde. Das Feuer wirkte auf die Kälte ein. Später wurde das Fest verchristlicht und hat den Namen Trndes („tiarn edt dzes“ und „tiarn end aratsch“) erhalten, was so viel wie „Gott mit euch“ und „dem Gott entgegen kommen“ bedeutet.

Fastnachtswoche

Zwischen dem Winter- und Frühlingsfest (Ostern) feiert die Schule seit einigen Jahren die Fastnachtswoche. Traditionell besteht das Fest aus zwei Teilen. Im ersten Teil können die Kinder während  zwei Schultagen Faschingsgebräuche durchführen.  Es ist ihnen erlaubt, den  Mitschülern oder Lehrern einen kleinen Streich zu spielen. Auch die Lehrer spielen den Kindern Streiche und machen Scherze. Am Sonntag findet das Hauptfest, der kostümierte Karneval, statt. Während des Karnevals werden lustige und interessante Spiele gespielt, es wird getanzt, gesungen und kleine lustige Stücke und Sketche werden vorgeführt. Die Lehrpersonen, die Absolventen, die Schüler und die Eltern… alle haben Spaß und genießen das Beisammensein. Am Karneval dürfen nur die Schülerinnen und Schüler der oberen Klassen teilnehmen.

Darauf folgen das Frühlingsfest und Ostern. Unmittelbar nach den Osterferien mietet die Schule einige Busse und unternimmt  mit allen Klassen einen Ausflug und besucht dabei historische Orte des Landes. Meistens wird ein Kloster besucht und an dem Ort wird das Osterfest gefeiert. Die Kinder tanzen Volkstänze, spielen, singen armenische Volklieder. Auch das traditionelle Ostereier-Turtschen (Zusammenschlagen) fehlt dabei nicht!

Am Ende des Schuljahres werden Klassentheaterstücke gezeigt. Während der letzten Schulwochen studieren alle Klassen ein Theaterstück ein, welches sie in einem Theatersaal den Eltern und den anderen Klassen vorführen.


Eine der wichtigsten Aufgaben der Waldorfpädagogik ist bei den Kindern die Entwicklung der Fähigkeit von selbstständiger, schöpferischer Forschungsarbeit in verschiedenen Gebieten (Musik, Theater, Fotografie, Kino, Soziologie, Kostümsgeschichte, Literatur usw.). Diese kreativen, schöpferischen Projekte sind für die Abschlussklasse obligatorisch. Während eines Jahres arbeitet man auf dem gewählten Thema entweder individuell oder in einer Gruppe. Man wird dabei von einem Mentor begleitet. Am Ende des Schuljahres werden diese Projekte der ganzen Schule präsentiert.

Nach den Schulabschlussprüfungen erhalten die  Absolventinnen und Absolventen ein Jahresbuch und das Abschlusszeugnis. Seit einigen Jahren wird diese Übergabe auf zeremonielle Art inszeniert. Die Schule nimmt im Rahmen dieser feierlichen Übergabe Abschied von den Schülerinnen und Schülern und jede Klasse bereitet dazu ein kleines Geschenk für sie vor. Das können Musik- oder Zirkusstücke, kleine Aufführungen, Sketche, Tänze oder Lieder sein.  Am Ende dieser Veranstaltung findet die offizielle Übergabe statt, wobei die Lehrpersonen den Jugendlichen ihre Zeugnisse und Jahresbücher überreichen. Die Direktorin, die Mentoren und weitere Lehrpersonen halten eine Abschiedsrede und richten ein Wort an die Jugendlichen.

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